Im Rahmen der Medienprävention besuchte uns eine Polizistin, um mit den Schülerinnen und Schülern über den sicheren Umgang mit dem Smartphone zu sprechen. Dabei wurden viele wichtige und alltagsnahe Themen aufgegriffen, die Kinder und Jugendliche heute besonders betreffen.
Ein zentrales Thema war die Nutzungsdauer von Smartphones. Empfohlen werden maximal ein bis zwei Stunden pro Tag. In der Klasse zeigte sich, dass vier Kinder derzeit kein festes Zeitlimit für die Handynutzung haben. Dies machte deutlich, wie unterschiedlich der Umgang mit digitalen Medien in den Familien geregelt ist.

Gemeinsam wurde über die Gefahren der Smartphone-Nutzung gesprochen. Dazu zählen beispielsweise das Preisgeben persönlicher Daten, das unbedachte Versenden von Bildern sowie die Gefahr einer Medien- oder Handysucht. Die Polizistin erklärte anschaulich, warum ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien besonders wichtig ist.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem sicheren Umgang mit dem Smartphone. Dabei wurde die IMEI-Nummer thematisiert – eine individuelle Gerätenummer, die jedes Handy besitzt. Diese sollte jeder kennen. Über die Tastenkombination *#06# lässt sich die IMEI-Nummer schnell anzeigen. Es empfiehlt sich, diese Nummer aufzuschreiben und sicher aufzubewahren, da sie im Falle eines Verlustes des Smartphones sehr hilfreich ist.

Auch die Nutzung von sozialen Netzwerken wurde kritisch betrachtet. Beliebte Apps wie TikTok, WhatsApp und Snapchat sind erst ab 13 Jahren erlaubt. Die Polizistin betonte, wie wichtig es ist, dass Eltern gemeinsam mit ihren Kindern neue Apps installieren, sich über Funktionen informieren und die Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen zusammen überprüfen.
Als unterstützendes Hilfsmittel wurde zudem Google Family Link vorgestellt. Diese App ermöglicht es Eltern, die Smartphone-Nutzung ihrer Kinder zu begleiten, Zeitlimits festzulegen und altersgerechte Einstellungen vorzunehmen.
Dass soziale Medien Kinder und Jugendliche stark beeinflussen und auch belasten können, zeigt ein aktueller Beitrag des Deutschen Schulportals. Unter dem Titel
„Macht Trinkwasser unmännlich? – Einblicke in die Social-Media-Sprechstunde“ wird beschrieben, wie Jugendliche durch Social Media unter Druck geraten und wie Schulen sie dabei sinnvoll unterstützen können. Lehrkräfte wie Nicolas Schmelzer bieten hierzu spezielle Sprechstunden an, um Schülerinnen und Schüler im Umgang mit digitalen Herausforderungen zu stärken.
Der Artikel ist hier zu finden:
https://deutsches-schulportal.de/schule-im-umfeld/macht-trinkwasser-unmaennlich-einblicke-in-die-social-media-sprechstunde/
Der Besuch der Polizistin sowie die weiterführenden Informationen machten deutlich, wie wichtig Medienprävention ist. Ziel ist es, Kinder frühzeitig für Risiken zu sensibilisieren und sie gleichzeitig zu einem sicheren, reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu befähigen.